die kieferorthopäden - home
Privatpraxis
Adresse: Lazarettgasse 3, 1090 Wien
Öffnungszeiten: Mo - Do: 10:00 bis 18:00 Uhr
 Dr. Erwin Achter - Dr. Maria Theresia Rieger, Zahnärzte Partnerschaft Tel +43 1/ 405 15 20 | Fax +43 1/ 405 15 08 | Email: 

 

 

 

Wissen

Beschreibung der festsitzenden Zahnspangen

 
Themen auf dieser Seite:
Festsitzende Zahnspangen
Risse-Methode - biofunktionell-festsitzend
MEAW Methode nach Prof. Sato
Haltephase (Retention)

Festsitzende Zahnspangen

Festsitzende Zahnspangen können vom Patienten selbst nicht abgenommen werden -– sie bestehen aus Plättchen (Brackets aus Metall, Plastik oder Keramik), die auf die Zähne geklebt werden, aus Bändern, die einen Zahn umfassen und aus Drähten (Abb. 1a, 1b).

Sie wirken mechanisch-aktiv wie eine gespannte Feder. Wichtig ist die Dosierung der Kräfte, um Schäden an Zähnen und Wurzeln zu vermeiden.

Die Kraftübertragung erfolgt vom Draht über das Bracket auf den Zahn. Je kleiner der Bracketschlitz, desto geringer dimensioniert der Draht und umso sanfter die Kräfte, bzw. je länger der Draht ( Verlängerung des Drahtes durch Schlaufenbiegungen) umso geringer die Kraftabgabe. Durch den Druck auf den Zahn wird in bestimmten Bereichen Knochen abgebaut und und durch den Zug an anderen Stellen wieder aufgebaut.Auf diese Weise wird der Zahn im Knochen bewegt.Daher ist es natürlich, dass während einer kieferorthopädischen Behandlung die Zähne etwas locker sind. Nach erfolgter Zahnbewegung festigen sie sich wieder.

Jede festsitzende Zahnspange ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Draht oder Brackets können empfindliche Stellen an der Mundschleimhaut verursachen, die Empfindlichkeit der Zähne beim Beißen ist erhöht. Die meisten Patienten haben nach der Eingewöhnungsphase keine Probleme und empfinden die Zahnspange nicht mehr als fremd.

Gründliches und regelmäßiges Zähneputzen ist unerlässlich, da sich Beläge und Speisereste um die Brackets herum „ansammeln“ und dadurch die Kariesanfälligkeit erhöht ist. Weiters ist es sehr wichtig, dass die Kontrolltermine eingehalten werden, damit es nicht zu einer Verzögerung in der Behandlung kommt.

Sie wirken mechanisch-aktiv wie eine gespannte Feder. Wichtig ist die Dosierung der Kräfte, um Schäden an Zähnen und Wurzeln zu vermeiden.

Abb.1a Festsitzende Zahnspange Metall Abb.1b Festsitzende Zahnspange Keramik
Abb.1a Festsitzende Zahnspange Metall Abb.1b Festsitzende Zahnspange Keramik

zum Seitenanfang

Risse-Methode - biofunktionell-festsitzend

Behandlungsmethode nach Dr. Georg Risse (Münster, Deutschland).

Mit dieser Methode verfügt die "Biofunktionelle Kieferorthopädie" über das neueste und fortschrittlichste Behandlungskonzept, da sie völlig neue Wissensinhalte benachbarter Disziplinen wie z.B. der Quantenphysik, der Anatomie und der Allgemeinmedizin enthält.

Sie verwendet wesentlich zartere (dünnere) Drähte mit hoher individueller Gestalt -, Form- und Kontrollierbarkeit, die auch wesentlich geringere Beschwerden verursachen. Die Risse-Technik wird den langjährigen Forderungen anerkannter Institutionen (Council of Education, USA 2003) nach leichteren Kräften und neuesten Lehrmeinungen gerecht.

Mit ihr werden die Zähne schonender und individuell präziser geführt. Es können auch bissbedingte Schmerzzustände des Kopf-, Gesicht-, Kiefergelenk - und Schulterbereiches (Costen-Syndrom) therapiert werden

Abb. 2a: Beispiel einer biofunktionell festsitzende Zahnspange mit individuell angepassten Drähten Abb. 2b: Beispiel einer biofunktionell festsitzende Zahnspange mit individuell angepassten Drähten
Abb. 2a: Beispiel einer biofunktionell festsitzenden Zahnspange mit individuell angepassten Drähten Abb. 2b: Beispiel einer biofunktionell festsitzenden Zahnspange mit individuell angepassten Drähten

Abb. 3: Stark vergrößertes Metallbracket mit Bracketschlitz
Abb. 3: Stark vergrößertes Metallbracket mit Bracketschlitz

Um mit zarten Kräften zu arbeiten verwenden wir zum Beispiel einen 0.014 x 0.020 inch 14fach verseilten Draht. Die Drähte werden alle individuell dem Patienten angepasst (Abb. 2a, 2b), industriell vorgefertigte Drahtbögen werden nicht verwendet. Die Slothöhe (Schlitzbreite im Bracket - Abb.3) beträgt nur 0.016 inch = 0,40mm

 

 

 

zum Seitenanfang


MEAW Methode nach Prof. Sadao Sato

Bei Erwachsenen und besonders schwierigen Fällen verwenden wir die MEAW-Methode (multiloop edgewise archwire) nach Prof. Sadao Sato.Diese Methode ermöglicht uns, Platz im Kiefer zu schaffen und den Fehlbiß zu korrigieren ohne die Backenzähne zu ziehen.

Das verwendete Bracket hat eine etwas andere Dimension: 0,018inch Schlitzhöhe (entspricht 0,46mm). Es sind keinerlei vorgegebene Veränderungen in das Bracket eingebaut (prescriptions), sodaß alle Wikungen auf die Zähne individuell vom Arzt über die vielen Schlaufen (Multiloop) definiert werden müssen.

Damit hat uns Prof. Sato ein äußerst wirksames Werkzeug in die Hand gegeben, das uns erlaubt in allen drei Raumrichtungen zu arbeiten. Die Schlaufen haben außerdem noch die Eigenschaft die doch erheblichen Kräfte zu minimieren und den Draht elastischer zu gestalten.

Die Mitarbeit der Patienten ist hier absolut notwendig, damit die „Maschine“ im Mund im Sinne der Behandlung wirkt. Dann allerdings erreicht man in wesentlich kürzerer Zeit das Behandlungsziel.

Abb. 4a: Vor Behandlung Abb. 4b: 7 Monate nach der MEAW-Behandlung
Abb. 4a: Vor Behandlung Abb. 4b: 7 Monate nach der MEAW-Behandlung

Durch das Arbeiten an bzw. der Beeinflussung der Neigung der Bissebene kommt es zu einer Neupositionierung der Unterkiefers. Dies erfordert eine ständige Beachtung der Bisshöhe und der Achsenneigung der Zähne. Nur der Multiloop-Draht (Abb. 5a, 5b)ermöglicht uns die dreidimensionale Arbeitsweise, wobei die Zähne wie bei einer „Einzelradaufhängung“ gesteuert werden können, wodurch es zu einer Anpassung (Adaptation) des Unterkiefers an den Oberkiefer kommt. Dadurch können auch Kiefergelenksbeschwerden auf Grund einer Fehlbißlage behandelt bzw. vermieden werden.

Trotz Platzmangel im Bereich der Vorderzähne werden die Backenzähne nicht entfernt, da die ersten Backenzähne (Vierer) wichtig sind für die Steuerung des Unterkiefers beim Kauen. Der Platzmangel wird durch das Aufrichten der hinteren Zähne nach hinten und durch das Aufdehnen der Zahnbögen zur Seite aufgelöst. Das unerwünschte Vorkippen der Schneidezähne bleibt dadurch aus.

Abb. 5a: Multiloop-Draht Abb. 5b: Multiloop-Draht
Abb. 5a: Multiloop-Draht Abb. 5b: Multiloop-Draht


Haltephase (Retention)

Nach der festsitzenden Behandlung erfolgt noch eine Haltephase (Retention), um das erreichte Ergebnis zu halten. Da die Zähne während der aktiven Behandlung durch den Knochen bewegt werden, müssen sich die entsprechenden Knochenstrukturen noch festigen.

Halte- oder Retentionsgeräte (Abb. 6a, 6b) sind meist abnehmbare Platten, die nachts getragen werden. Manchmal werden auch Drähte an die Rückseite der Zähne geklebt . Dauer und Art der Haltephase hängen vom Ausmaß der Zahnfehlstellung ab.

Abb. 6a: Halte- oder Retentionsgeräte Abb. 6b: Halte- oder Retentionsgeräte
Abb. 6a: Halte- oder Retentionsgeräte Abb. 6b: Halte- oder Retentionsgeräte


Lesen Sie dazu auch:

Wissen - Zahnhygiene bei der kieferorthopädischen Behandlung
Wissen - Beschreibung Biofunktionalität, Biofunktionelle Kieferorthopädie
   
 

zum Seitenanfang

Home | Links | Wissen&Index | Impressum
© Dr. Erwin Achter, Dr. Maria Theresia Rieger - Email:praxis@diekieferorthopaeden.at
designed by:brauchbarkeit.at / attended by:arcangeli.at