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Wissen

Beschreibung Biofunktionalität,Biofunktionelle Kieferorthopädie


 
Themen auf dieser Seite:
Mechanische Funktionalität
Biologische Funktionalität, Bio-Funktion
Biofunktionelle Kieferorthopädie

Mechanische Funktionalität

In der klassischen Mechanik gilt für Geräte und Maschinen die Gesetzmäßigkeit der mechanischen Funktion oder Funktionalität, wobei die Maschinen/Geräte dem Einsatzort entsprechen müssen und eine möglichst optimale Beherrschbarkeit, Steuerbarkeit durch den Menschen gewährleisten sollen.

Biologische Funktionalität, Bio-Funktion

Alle implantierten oder im biologischen Bereich integrierten Materialien, Geräte oder Implantate unterliegen sowohl Gesetzmäßigkeiten der Mechanik als auch und primär den biologischen/physiologischen Gesetzmäßigkeiten der Funktion und Systemfunktion. Hieraus entwickelte sich der Begriff und die "Gesetzmäßigkeit" der Bio-Funktionalität oder Bio-Funktion.

Die Wissenschaft "Biofunktionalität" bedeutet eine Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen in der Medizin zur Erforschung von systemischen Wechselwirkungen und Reaktionen von der Mechanik bis zur Pharmazie und Ernährung.

Die Wortkombination "bio-funktionell" beinhaltet grundsätzlich andere gesetzliche systemische Grundlagen und wurde erstmalig als Bio-Funktionelle Orthodontie (Kieferorthopädie) durch das Institut für Bio-Funktionelle Orthodontie, IBO, offiziell 2000 auf der American Association of Orthodontists, AAO, World Federation of Orthodontists, WFO, European Orthodontic Society, EOS, Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, DGKFO, sowie bei der Fachvereinigung Deutscher Kieferorthopäden, KFO-IG, von G. Risse vorgetragen und veröffentlicht.

Zwischenzeitlich ist "Biofunktionalität" so bedeutsam geworden, dass eigens neue Lehrstühle über Bio-Funktionalität mit großer finanzieller Förderung von Wissenschaftsministerien verschiedener Ländergegründet werden und als die Wissenschaft der Zukunft gilt.

Biofunktionelle Kieferorthopädie

Die Biofunktionelle Kieferorthopädie ist das individuelle "Geraderichten" und Ausrichten von Zähnen mit biologischen und funktionellen Mitteln und Materialien für eine optimale individuelle funktionelle Koordination der Okklusion (das räumliche Verhältnis der Zähne zueinander, wenn die Kiefer geschlossen sind), Kiefergelenke, Muskeln und Nerven des Kopf-Schulterbereichs auf der Basis der offiziellen Funktionellen Anatomie.

Die Evolutionslehre und offizielle Funktionelle Anatomie definieren die allgemeinen Charakteristika der Zahnstellungen, Zahnangulationen (Winkel, in dem die Zähne stehen) und Okklusionsbeziehungen sowie Ausrichtung der Muskulatur.

Zähne, Parodontium (das Gewebe, das den Zahn im Knochen hält), Kiefergelenke, Kaumuskulatur, Schluckmuskulatur und mimische Muskulatur sowie die dazugehörige Nervenfasern und Versorgung sind eine systemische Einheit.

Biofunktionelle Kieferorthopädie stellt die Verbindung und die Wechselwirkungen von Okklusion und Zahnfehlstellungen , speziell der sogenannte Craniomanidbulären Diysfunktion - CMD (siehe dazu Wissen: cmd...) des Kopfschmerzes, Migräne, Kiefergelenkschmerzen, Tinnitus, Augendruck, Drehschwindel und Bewegungseinschränkung des Schulterbereichs wie des Halswirbelsäulensyndrom her.

Das Institut für Bio-Funktionelle Orthodontie, IBO, entwickelte verschiedenste diagnostische und therapeutische Verfahren zur gezielten Therapie von CMD-Erkrankungen und deren Verhütung. www.cmd-institut.de/

 


Lesen Sie dazu auch:

Wissen - Beschreibung der biofunktionell festsitzenden Zahnspangen
 

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