Wissen
Häufig gestellte Fragen |
Wann wird mit einer Behandlung
begonnen?
Bei Kindern wird
ab dem sechsten Lebensjahr mit der Behandlung
begonnen.
Um den optimalen Zeitpunkt festzustellen, sind jährliche
Kontrollen ab Beginn des Zahnwechsels zu empfehlen.
Warum werden Zähne
gezogen?
Zähne werden bei Platzmangel
und bestimmten Fehlstellungen des Kauorganes gezogen,
um Platz zu schaffen und die Fehlstellung zu korrigieren.
Nach der herkömmlichen Kiefeorthopädie
wurden die ersten Backenzähne
gezogen (der sogenannte "4er"), manchesmal
auch Zähne weiter hinten in der Zahnreihe.
Nach neuesten Erkenntnissen ist jedoch der
1. Backenzahn der wichtigste Zahn für die Steuerung
des Zubeißens; seine Zahnoberfläche
ist so gestaltet, dass der Unterkiefer in seiner Bewegung
nach vorne, seitlich und hinten geführt wird.
Weitere Gründe gegen das Ziehen
von ersten Backenzähnen sind Auswirkungen
auf die Gesichtsästhetik und die Funktion
des Kauorganes. Denn bei schlechter Funktion kann
es zu Kiefergelenksbeschwerden kommen (siehe dazu
unter Wissen: CMD)
Deswegen lassen wir bei Platzmangel
und/oder Fehlstellungen ausschließlich
die Weisheitszähne entfernen, nur in Ausnahmefällen
andere Zähne.
Wann wird abnehmbar behandelt?
Abnehmbar behandelt wird ab dem
sechsten Lebensjahr, in manchen Fällen bereits
im Milchgebiss, zu Beginn und während des
Zahnwechsels in den Wachstumsperioden und als Vorbereitung
für
die festsitzende Behandlung.
Wann wird festsitzend
behandelt?
Festsitzend behandelt wird während des Zahnwechsels
und im bleibenden Gebiss, bzw. Erwachsene jeden
Alters.

Wie lange dauert eine Behandlung?
Je nach Fehlstellung und Behandlungsmethode dauert die Behandlung 2 bis 4 Jahre.
Tut die Behandlung weh?
Die abnehmbare Behandlung
ist schmerzfrei, die Anfangsphase ist gewöhnungsbedürftig.
Die festsitzende Behandlung kann in den ersten 1
– 2 Wochen weh tun.
Zahnpflege
Gute Zahnpflege
ist Voraussetzung für eine kieferorthopädische
Behandlung. Werden die Zähne regelmäßig
und gründlich geputzt, entstehen keine
Schäden
am Zahnschmelz (siehe dazu auch Vorsorge
und Pflege).
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Abb.: Fotomontage
- Queen Mum mit Zahnspange: "Ich weiß,
meine Tochter ist nicht begeistert, aber ich
wollte schon immer gerade Zähne haben!" |
Muss man behandeln?
Wird es schlechter, wenn ich nichts unternehme?
Zahnfehlstellungen
reichen von kleineren kosmetischen Irregularitäten
bis zu unbedingt behandlungsbedürftigen Problemen.
In einem ersten Beratungsgespräch kann geklärt
werden, ob eine kieferorthopädische Behandlung
(Zahnspange) überhaupt notwendig ist, und wenn,
welcher Zeitpunkt der geeignete ist.
Welche Altersgrenzen gibt
es für eine kieferorthopädische Behandlung?
Praktisch gibt es kaum Altersgrenzen,
behandelt wird von etwa 5 Jahren bis zum hohen Alter
Was
ist Kieferorthopädie? – Was ist Kieferchirurgie?
Es gibt Fehlstellungen,
die man mit einer kieferorthopädischen Behandlung
alleine nicht korrigieren kann. In diesen Fällen
braucht man die Kieferchirurgie. Nach entsprechender
Vorbehandlung mit einer festsitzenden Zahnspange
durch die Kieferorthopäden muss der Patient
vom Kieferchirurgen operiert werden, wobei die Kiefer
dann in die richtige Position zueinander versetzt
werden.
Was
ist eine Zahnregulierung?
Das ist die kieferorthopädische
Behandlung, die die Stellung der Zähne durch
abnehmbare bzw. festsitzende Zahnspangen verbessert.

Was bezeichnet man
als Milchgebiss
Von allen Organen
des menschlichen Körpers macht das Kauorgan
die längstdauernde und komplizierteste Entwicklung
durch.
In dieser Zeit ordnen sich die Zähne untereinander
und gegeneinander ein. So können sich im
Lauf der Entwicklung die verschiedensten Fehlstellungen
ergeben. Ursachen dafür können Gewohnheiten
wie Daumenlutschen, Einsaugen der Unterlippe,
falsches Schlucken oder sogar eine behinderte
Nasenatmung sein. Gewohnheiten verschwinden
häufig von
selbst wieder oder können durch entsprechende
Maßnahmen eingestellt werden. Da nicht alle
Fehlstellungen des Milchgebisses auf
das bleibende Gebiss übertragen werden, ist
es sinnvoll zu beobachten und abzuwarten. Die
Entscheidung über den optimalen
Behandlungsbeginn muß in einem Gespräch
mit dem Kieferorthopäden
erfolgen. Die Milchzähne fallen aus und
werden durch die bleibenden Zähne ersetzt.
Dieser Auf- und Umbau dauert einige Jahre.
Das Ergebnis soll ein gesundes, funktionsfähiges
und schönes
Gebiss sein.
Was bezeichnet man
als Wechselgebiss?
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| Abb.: Kinder
im Wechselgebiss |
Die Periode des Wechselgebisses beginnt mit dem
Durchbruch des ersten bleibenden Zahnes und endet
mit dem Ausfall des letzen Milchzahnes, das ist
ca. zwischen dem 13. und dem 15. Lebensjahr.
Da in dieser Phase die entscheidenden Wachstumsschübe
stattfinden, ist dies der beste Zeitraum für
eine kieferorthopädische Behandlung. Nicht
angelegte, überzählige oder verlagerte
Zähne, ebenso wie die Stellung der Kiefer
zueinander, können jetzt festgestellt werden
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