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Privatpraxis
Adresse: Lazarettgasse 3, 1090 Wien
Öffnungszeiten: Mo - Do: 10:00 bis 18:00 Uhr
 Dr. Erwin Achter - Dr. Maria Theresia Rieger, Zahnärzte Partnerschaft Tel +43 1/ 405 15 20 | Fax +43 1/ 405 15 08 | Email: 

 

 

 

Wissen

Aufklärung über Risken und Probleme bei einer kieferorthopädischen Behandlung

 
Themen auf dieser Seite:
Schmerzen
Behinderungen
Zahnbeschädigungen
Karies
Gefahren und Probleme
Rückfall
Behandlungsverlauf

Jede kieferorthopädische Behandlung stellt einen mehr oder minder großen Eingriff in den Organismus dar. Die Reaktionen darauf sind höchst unterschiedlich und individuell.
Sicherlich ist vor einer Behandlung der Nutzen gegen mögliche Nachteile, Risken und Probleme abzuwägen.

Daher ist es sehr wichtig, dass ein Patient oder die für ihn Verantwortlichen die Motive, den Anlass oder den Leidensdruck für eine kieferorthopädische Behandlung der Ärztin, dem Arzt vollständig mitteilen, damit sie/er sich ein umfassendes Bild machen kann, welche Vorteile sich für den Patienten aus der geplanten Behandlung ergeben werden.

Das fachliche Wissen befähigt die Ärztin, den Arzt, die Vor- und Nachteile abzuwägen und dem Patienten für die optimale Entscheidung beratend zur Seite zu stehen.

Welche Risken, Probleme und wahrscheinliche Nebenwirkungen können im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung eintreten?

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Schmerzen

Es können unerwartet starke Schmerzen am Anfang einer kieferorthopädischen Behandlung auftreten. Diese lassen in der Regel nach 3 - 4 Tagen nach. Auch ist anfangs meist eine Reizung der Mundschleimhäute zu beobachten.

Im Allgemeinen weiß die Ärztin, der Arzt dagegen Abhilfe. Erträgliche, leichtere Beschwerden beim Nachaktivieren der Geräte und eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit beim Beißen gehören zu den unvermeidlichen Begleitumständen einer kieferorthopädischen Behandlung. Kiefergelenks- und Kaumuskelbeschwerden können während einer Behandlung (meist jedoch ohne ursächlichen Zusammenhang) verstärkt auftreten, bestanden aber in den allermeisten Fällen bereits vorher.

 

Behinderungen

Anfangs ist das Kauen und Beißen schmerzhaft - weichere Kost für die ersten Tage schafft da Abhilfe.

Je nach Gerätetyp ist das Essen natürlich nicht der gleiche Genuss, wie ohne Gerät - es bleiben Speisereste hängen. Nur peinlich genaue Reinigung nach jedem Essen schafft weiterhin das angenehme Gefühl des sauberen Mundes.

Das Sprechen kann behindert sein, bei sportlichen Aktivitäten sollte ein Sportschutz getragen werden, um eine Verletzung der Mundschleimhäute vorzubeugen. Abnehmbare Geräte sollten während der Ausübung des Sportes nicht im Mund getragen werden.

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Zahnbeschädigungen

Es kann zu einer Schwächung und Verkürzung der Zahnwurzel, des Zahnknochenfaches und des Zahnhaltegewebes kommen, was sich auf die Dauerhaftigkeit des Gebisses im Laufe späterer Jahre auswirken könnte.

Extrem selten könnte der Nerv eines (vorgeschädigten) Zahnes absterben. Auch könnte eine ehemalige Wurzelspitzenentzündung eines wurzelbehandelten Zahnes wieder aufflammen.

Bei Abnahme der festsitzenden Apparatur kann es vereinzelt zu oberflächlichen Zahnschäden kommen.

Eine vorübergehende Lockerung der Zähne wird bei vielen Zahnregulierungen beobachtet.

 

Karies

Die Zähne sind während einer kieferorthopädischen Behandlung wegen der Putzbehinderung vermehrt für Karies anfällig.

Mit großer Wahrscheinlichkeit lassen sich solche Zahnschäden durch gewissenhafte Zahnpflege und die Befolgung der ärztlichen Anweisungen vermeiden.

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Gefahren und Probleme

Unfallgefahren sind denkbar, wenn unglückliche Umstände zusammentreffen. Es kann einmal zum Bruch von Geräten oder zum Verschlucken von Geräten oder Geräteteilen kommen.

Ein unerwartetes Wachstum des Gesichtsschädels und außergewöhnliche Umbauvorgänge in den Zahnhaltegeweben wären ebenfalls denkbar, sodass sich die Zähne nicht in der erwarteten Weise bewegen lassen.

Ungünstige Gewohnheiten wie Daumenlutschen, Zungenpressen und ein gestörtes Schluckmuster können sich störend auf die Behandlung auswirken, sodass sich das Behandlungsziel ohne zusätzliche begleitende Maßnahmen nur sehr schwer oder gar nicht erreichen lässt.

 

Rückfall

Nach einer erfolgreichen Behandlung kann es zu unerwartet starken Rückfällen kommen - geringfügige Rückfälle sind hingegen die Regel. Ebenfalls müssen ein Patient oder die für ihn Verantwortlichen wissen, dass sich ein Gebiss , ja auch die Form der einzelnen Zähne im Laufe der Jahre verändern und nicht wie auf einem Foto oder einem künstlichen Zahnersatz unverändert bleiben.

Veränderungen der Gebissform insbesondere im Unterkiefer- und Oberkiefer-Schneidezahnbereich treten bei den meisten Menschen naturgegeben und alterungsbedingt auf - ganz unabhängig von einer kieferorthopädischen Behandlung.

Wenn ein Patient die am Ende einer erfolgreichen Zahn- und Kieferregulierung erreichte Zahnstellung auf Dauer mit großer Genauigkeit zu bewahren wünscht, so gilt heute eine Dauerschienung als unerlässlich. Dafür gibt es abnehmbare, meist für die Nacht gedachte Schienen oder festgeklebte „Retainer". Deren Nachteile beginnen mit den Risken, die wie für alle anderen kieferorthopädischen Geräte schon aufgezählt wurden, und enden mit ihrer begrenzten Haltbarkeit und wodurch weitere Kosten für die möglicherweise erwünschte Erneuerung anfallen.

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Behandlungsverlauf

Manche Patienten wünschen sich auch noch Details und Nuancen für das Aussehen ihres Gebisses, die im Zehntel-Millimeterbereich liegen. Extreme Anforderungen führen nicht nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten, sondern widersprechen meist der Individualität der natürlichen Zähne. Daher ist es wichtig schon zu Beginn ihre persönliche Zielvorstellung mit der Ärztin, dem Arzt zu besprechen.

Der Zeitbedarf während einer kieferorthopädischen Behandlung sowohl für die Behandlungstermine als auch für die Mitarbeit zu Hause sollte von den Patienten nicht unterschätzt werden. Durch kleinere Probleme oder Missgeschicke seitens der Patienten mit ihren Behandlungsgeräten, verbogene Drähte, lockergewordene Regulierungsteile etc., können zusätzliche Behandlungstermine notwendig werden, für die sich die Patienten auch Zeit nehmen müssen.

Normalerweise werden die Behandlungstermine langfristig eingeteilt - meistens ein Termin pro Monat - und sollten auf alle Fälle eingehalten werden.

Nun sind Sie, vielleicht etwas verunsichert, am Ende einer langen Liste von möglichen Risken und Problemen angelangt. Zum Trost sei aber angemerkt: Millionen von Patienten haben eine Zahnregulierung gut überstanden und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Mit dem Fortschritt in den medizinischen Wissenschaften gehen auch die Zunahme der ärztlichen Erfahrung und der Sicherheit für die Patienten Hand in Hand.

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